Dienstag, 26. August 2008

Compania Maria Serrano Flamentango im Theaterhaus/Stuttgart


Ein beeindruckendes Erlebnis für alle Tanzbegeisterte - sowohl Flamencotanz als auch Tango Argentino… der Besuch im Theaterhaus lohnt sich! 
Und Respekt vor Maria Serrano, Anfang Juni erst Mutter geworden, zeigt sie in der gewohnten Power ihre virtuose Fußtechnik bis zur 5. Zugabe…

Montag, 25. August 2008

Gipsy Guitar DVD wurde heute veröffenlicht!

Voller Stolz und großer Freude muss ich erzählen, dass ab heute endlich die Gipsy Guitar DVD von meinem Mann, Gerhard Graf-Martinez, im Handel ist. Diese zweisprachige Multi-Track-DVD ist ein „Play-Along-Album“ für die sogenannte „leichte Muse“ im Flamenco - die Rumba. Das Lehrwerk (Notenbuch 1999) wurde nun als DVD beim Schott-Verlag Mainz veröffentlicht - ich bin überaus begeistert von dieser gelungenen Publikation, die hoffentlich vielen Gitarristen zu einem verlockenden Einstieg in das Erlernen der Flamencogitarre verhelfen wird.
Hier der Trailer zu Gipsy Guitar - Rumba flamenca auf YouTube.

(An alle Kursteilnehmer): Und kennt Ihr das Flamenco-Kleid auf dem DVD-Cover? Es geht ab heute mit Gipsy Guitar um die Welt…

Donnerstag, 14. August 2008

Interviews mit Gerhard Graf-Martinez im In- und Ausland

Erst in der April/Mai-2008-Ausgabe Nr. 77 der deutschen Flamenco-Zeitschrift ¡anda! war ein Interview mit meinem Mann Gerhard Graf-Martinez zu lesen „Ein Leben mit der Flamencogitarre“. Und nun hat auch die Spanische Zeitschrift CBN - Costa Blanca Nachrichten, Alicante (Spanien), Nr. 1286, 08. August 2008 per Interview seine Meinung und seine Kompetenz in Sachen Flamenco veröffentlicht. Beide Interviews sind vollständig nach zu lesen auf Flamenco-Gitarre,
In der Spanische Zeitschrift CBN wurde mit besonderer Aufmerksamkeit und Interesse nach seinem Flamenco-Metronom gefragt, eine Computer-Software FLAMENCO METRONOM COMPÁS zur Unterstützung des Flamenco-Gitarrenspiels „a compas“ - sprich: richtig im Flamenco-Takt spielen, eine Software, die sich unter den Flamenco-Musikern inzwischen weltweit größter Beliebtheit erfreut.

Sonntag, 3. August 2008

Filmkritik Flamenco - Mi Vida

Rezension zum Film
Flamenco - Mi Vida

Gleich zu Anfang: Die Idee, eine Art Dokumentarfilm über Flamenco mit all seinen verschiedenen Facetten zu drehen und somit einen Gesamteindruck zu bekommen, der Aficionados zum Schmunzeln bringt und Laien neugierig und staunend macht, ist wunderbar.
Leider scheitert dieses Unterfangen enorm an der Umsetzung. Es mag objektiv erscheinen, wenn der Regisseur nicht selbst aus der Szene kommt und so unvoreingenommen Künstler befragt und Peñas besucht - möglicherweise ist dieser Ansatz eines Außenstehenden sogar besser als der eines alten „Flamenco-Hasen“, der seine Meinung schon vor langer Zeit unumstößlich gebildet hat. Allerdings erwarte ich dann, dass er sich vorher wenigstens ein bisschen zur Thematik belesen hat und mit einem Konzept diese umfangreiche Kunst und Lebensweise zu erzählen versucht.
Denn wenn er dem Zuschauer seines Films wirklich neues Wissen und alte Erkenntnisse unterbreiten will, dann fände ich es hilfreich, wenn er mit einer spanisch sprachigen Person unterwegs gewesen wäre und nicht zwanghaft den Klischee-Touristen mimt, der aufgrund seiner plumpen Art zu fragen weder ernst genommen wird, noch besonders ausführliche Antworten erhält.
Mit einer Handkamera zu filmen, mag ein schöner Effekt sein, allerdings nur, wenn dieser mit einigem Kunstverständnis eingesetzt wird und die nötigen Fertigkeiten vorhanden sind. Soll heißen, dass eben nicht die wichtigsten Details einer Szene abgeschnitten werden und in verwackelter Unruhe ihren Charme verlieren sollten. Auch die andalusische Landschaft ist sicher schön aus dem Auto anzusehen, fragt sich nur, bei wie viel Stundenkilometern davon noch etwas zu erkennen ist. Die laienhafte Kameraführung macht die besten Ideen, die den Film wirklich bereichern würden, schlicht zunichte.
Der Versuch, die Herkunft des Flamencos zu erforschen, wirkt halbherzig und beinahe nichts sagend. Einblicke in die Flamenco-Szene in Japan waren mir zu langatmig und dabei inhaltslos. Der Regisseur scheint generell wenig in der Lage zu entscheiden, wann es interessanter wäre, einen Künstler ausführlicher zu Wort kommen zu lassen, weil dieser wirklich etwas zu sagen hat und wann belanglose Straßen-oder Backstage-Szenen den Kinobesucher einfach nur noch einschläfern. Auch abschreckende Momente sind wichtig zu zeigen, ein Gleichgewicht zwischen den bestehenden Gegensätzen, wie zwischen übertrieben gekünstelter Mimik und echter Ausstrahlung beim Tanz, ist dann aber unerlässlich und fehlt in diesem Film leider gänzlich. Wichtige Aspekte, sei es die Entwicklung des Flamenco vom Früher zum Heute, der Vergleich des Flamencos der Gitanos und Payos oder die vielen einzelnen Palos, vom Tarantos bis zur Guajiras, werden noch nicht einmal erwähnt.
Ach ja: Pferde gibt es in Andalusien und berühmt sind sie auch. Fraglich bleibt, ob sie deshalb ständig als wenig kunstvolle Lückenfüller herhalten müssen.

Man hätte soviel aus diesem Film machen können. Soviel Zeit, die die grenzenlose Vielfalt des Flamenco hätte zeigen können, bleibt ungenutzt und verschwendet.
Kurz: "Flamenco - Mi Vida" entpuppt sich als ein kläglicher Versuch und enthält noch nicht einmal eine Botschaft - das Schlimmste, das dem Flamenco passieren kann.
Florine